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Lösung: Nachhaltige Landwirtschaft ohne intensiven Pestizideinsatz

Eine nachhaltige, ökologische Landwirtschaft ohne gentechnisch veränderte Organismen und ohne intensiven Pestizideinsatz kann die wachsende Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln versorgen. Zu diesem Schluss kommen zahlreiche wissenschaftliche Studien – allen Beteuerungen der Lebensmittelindustrie zum Trotz. 

Mehr als zwei Drittel aller Hungernden sind Kleinbauern aus Entwicklungsländern. Mithilfe von angepassten biologischen Anbaumethoden wären sie in der Lage, ihre Erträge und somit die Ernährungssouveränität dieser Regionen deutlich zu steigern - ohne teure Pestizide und Dünger kaufen zu müssen und von patentiertem Saatgut abhängig zu sein. Verglichen mit der industriellen Landwirtschaft ist der biologische Landbau sehr arbeitsintensiv. Die dadurch entstehenden Arbeitsmöglichkeiten können helfen, die ländliche Armut zu lindern.

Bio auch als Lösung für Umweltprobleme

Gleichzeitig stellt der Biolandbau eine Lösung für die Umweltprobleme dar, die von der chemie- und erdölabhängigen industriellen Landwirtschaft verursacht werden.

Die biologische Anbauweise

  • benötigt weniger Energie und Wasser,
  • stösst weniger Treibhausgase aus und
  • erhöht die natürliche Bodenfruchtbarkeit
  • stoppt den Verlust an Biodiversität
  • belastet weder Böden noch Wasser mit Agrarchemikalien.

Nebst dem Verzicht auf chemische Hilfsmittel und Gentechnik sind weitere Merkmale des Biolandbaus in internationalen Standards geregelt; beispielsweise die Kompostierung organischer Abfälle oder das Einhalten einer Fruchtfolge. Durch die Bio-Zertifikation werden diese wesentlichen Unterschiede zur industriellen Landwirtschaft für die Konsumierenden ersichtlich und nachprüfbar.

Public Eye/Clerici Vergleich der biologischen und konventionellen Landwirtschaft im Rahmen einer über 30 Jahre laufenden Studie in den USA. (Quelle: Rodell Institute 2011)