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Exposition der ArbeiterInnen in der Landwirtschaft

© James Morgan, Panos

Bauern und Arbeiterinnen in der Landwirtschaft sind Paraquat grösstenteils über ihre Haut ausgesetzt, weil die dringend nötigen Schutzkleidungen aus verschiedenen Gründen oft nicht eingesetzt werden.

Seiner hohen Toxizität wegen ist der Einsatz des Pestizids für die Bauern und Arbeiterinnen gefährlich. Besonders riskant ist die Verwendung von manuell betriebenen, auf dem Rücken getragenen Sprühgeräten ('knapsack sprayers'). Die Exposition ist hierbei höher als beim Sprühen mittels Traktoren. Die Folgen der Anwendung von Paraquat ohne Schutzkleidung, mit undichtem Sprühgerät oder bei einer unvorsichtigen Handhabung können tödlich sein. Sprühgeräte dürfen kein Leck aufweisen (an Tank oder am Hebelarm), kontaminierte Kleidung muss sofort entfernt werden und kontaminierte Haut unter fliessendem Wasser gewaschen werden.

Obwohl diese Massnahmen einleuchtend sind, werden sie in der Praxis allzu oft nicht umgesetzt. Die Gründe hierfür sind ein häufig mangelhafter Zustand des Sprühgeräts, Mangel an sanitären Einrichtungen in ländlichen Gebieten, Unkenntnis von Gesundheitsrisiken bei den Arbeitenden oder Druck am Arbeitsplatz. Die Exposition der Arbeitenden während des Sprühens von Paraquat ist mit beträchtlichen akuten und chronischen Gesundheitsrisiken verbunden, die selbst bei sorgfältiger Handhabung und Gebrauch von Schutzkleidung nur bis auf ein gewisses Mass reduziert werden können.

Eine grosse Zahl von Arbeitenden trägt keine Schutzkleidung, da diese die Feldarbeit bei warmen klimatischen Bedingungen erschwert. Zudem können sich viele AnwenderInnen die Schutzkleidung aus Kostengründen nicht leisten.